Störtebeker in Kenia – Das schwarze Gold Afrikas
Die Legende erzählt, dass Klaus Störtebeker, der berüchtigte Freibeuter der Nordsee, seine Hinrichtung überlebte. Mit einer kleinen Crew soll er dem Zugriff der Mächtigen entkommen sein und Kurs auf den Süden genommen haben – weiter, als es je ein Seemann seiner Zeit gewagt hätte.
Nach Monaten auf See erreichten sie die Küste Ostafrikas. Vor ihnen lag ein fremdes Land: Kenia. Weite Savannen, glühende Sonne, schneebedeckte Gipfel in der Ferne und ein Himmel, der größer schien als alles, was Störtebeker je gesehen hatte.
Im Hochland nahe des Mount Kenya suchten sie Wasser – und fanden mehr. In einer abgelegenen Schlucht stießen sie auf einen Ort, an dem dunkle, glänzende Bohnen in der Sonne trockneten. Die Einheimischen bewahrten sie wie einen Schatz. Kein Gold, kein Edelstein – sondern etwas, das Kraft schenkte.
Doch auch hier schlug das Schicksal zu. Ein nächtlicher Sturm fegte durch die Berge, riss Zelte fort, trennte Wege. Als der Morgen graute, war Störtebeker allein.
Erschöpft brach er im roten Staub zusammen. Ein alter Mann fand ihn, brachte ihn in seine Hütte, pflegte ihn – und reichte ihm ein heißes, dunkles Getränk aus frisch gerösteten Bohnen.
Kaffee.
Kräftig. Klar. Wach machend.
„Das ist kein Trunk“, soll Störtebeker gemurmelt haben,
„das ist Feuer für den Geist.“
Störtebeker blieb. Er ließ die See hinter sich, vergaß Gold und Beute und half beim Anbau der Pflanzen an den fruchtbaren Hängen des Hochlands. In den Dörfern nannten sie ihn bald nur noch „Bwana Klaus“ – den Mann aus dem Norden, der das schwarze Gold liebte.
Fun Fact: Kenia gehört heute zu den bekanntesten Kaffeeherkunftsländern der Welt. Die Bohnen wachsen im Hochland auf vulkanischen Böden und sind berühmt für ihre klare Säure, fruchtigen Aromen und außergewöhnliche Tiefe.




